Frühjahrsputz im Web – IE6 muss weg
Im Laufe der nächsten Monate, könnte etwas wirklich Unerwartetes geschehen. Während der IE8 im März den RTM-Status erreicht, IE7 seit gefühlten Ewigkeiten sogar über Windows-Autoupdate vertrieben wird, ist sein Urahn die Version 6 leider Gottes noch weiter verbreitet als es jedem Webdesigner lieb ist. Während im deutschen Raum sich neuere Versionen oder alternative Browser schon stark verbreitet haben, sieht es in anderen Ländern recht schlimm aus:
Bei T³ gibt es den gleichen Inhalt mit zwei verschiedenen Domains: Eine .de-Domain, die primär von Deutschen, Österreichern und Schweizern besucht wird und eine .net-Domain, die primär von Franzosen, Belgiern und den restlichen internationalen Besuchern genutzt wird.
Zum Vergleich:
- .net – Auf einen IE6 Nutzer kommen 1,5 IE7 Nutzer und zwei FF-Nutzer
- .de – Auf einen IE6 Nutzer kommen 1,5 IE7 Nutzer und vier FF-Nutzer
Klingt nicht viel, aber wenn man 20% mit 40% vergleicht, klingt das schon ziemlich anders.
Dass der IE6 ein Dorn im Auge jedes Webdesigners ist, ist allgemein bekannt. Bei seinem Alter ist das auch kein Wunder… er ist z.B. älter als Windows XP, Google AdSense oder 24 (die inzw. bei der 7. Staffel sind). Mangelnde Unterstützung für aktuelle Standards oder einfaches wie transparente PNGs machen Anpassungen für Webseiten zu Odysseen und eine Verschwendung von Zeit, die produktiver genutzt werden könnte.
Nun hat die norwegische Seite FINN.no damit begonnen, ihren Besucher, die den IE6 nutzen, einen Hinweis zu zeigen, dass sie doch bitte ein Upgrade oder einen Wechsel durchführen sollen. Gleichzeigt rufen sie andere Webseiten auf, es ihnen gleich zu tun. Was geschieht mit so einer Aktion natürlich? Sie breitet sich wie ein Lauffeuer im Netz aus:
Links:
- http://iedeathmarch.org/
- http://ie6.forteller.net/
- http://www.vincenthasselgard.no/2009/02/19/give-ie6-users-the-message-to-upgrade-or-change/
- http://www.golem.de/0902/65405.html
- http://www.google.de/search?q=ie6+soll+sterben für 40.000 weitere Treffer
Endlich mal eine Aktion, die meines Erachtens wirklich Sinn macht. Bleibt nur zu hoffen, dass der große Knackpunkt – Firmen-PCs – auch geknackt wird.
Ich für meinen Teil werde sehen, wie ich die Aktion unterstützen kann.
















